Telekom? Natürlich, aber warum schnorchelt die NSA NetCologne ab?

Aktuellen Medienberichten zufolge zeigen neu veröffentlichte Snowden-Dokumente, dass die Geheimdienste NSA und GCHQ nicht nur große Provider wie die Telekom abhören, sondern sich auch den kleineren, kommunal aktiven Providern wie NetCologne zuwenden.

Es ist wohl nicht die Frage, ob über NetAachen (100%ige Tochter von NetCologne) auch Aachener Bürger betroffen sind. Geht man davon aus, dass die Geheimdienste das Netz „besitzen“ (also z. B. den Datenverkehr an allen wichtigen Datenknoten aufzeichnen, Hardware und Standards manipulieren etc.), dann ist klar, dass Aachen nicht die Insel der Glückseligen ist. Natürlich sind Aachener betroffen. Alle. Auch ohne abgeschnorchelte NetAachen-Verbindungen.

Warum aber speziell NetCologne bzw. NetAachen? Vielleicht, weil die innerbehördliche Kommunikation darüber abläuft, ohne Providergrenzen zu überschreiten? Verwaltung -> NetAachen -> regioIT (Mail-Server) -> NetAachen -> Verwaltung.

An diese Mails kommen die großen Alpha-Provider gar nicht heran. Doch darin geht es auch um Beschlüsse zu Wirtschaftsförderung, Beteiligungen, Forschung…

Wer zudem einen umfassenden Zugriff auf ggf. kompromittierendes Material besitzt, könnte z. B. bei Abstimmungen zu Fracking in der Kommune den kommunalen Entscheidungsträgern ein Angebot machen, dass sie nicht ablehnen können…

Generell wären speziell Provider in mehrheitlich kommunaler Hand gut beraten, ihren „Kunden“ die Verschlüsselung der Kommunikation nahezulegen.

Für alle anderen Provider versteht sich das von selbst.