Bericht Schulausschuss StädteRegion Aachen, 20.09.2018

Am 20.09.2018 tagte der Schulausschuss in der StädteRegion. Hier ist mein Bericht.

tl;dr: Mein Abstimm­ver­hal­ten fin­det Ihr hier.

Presse war keine da. Das lass ich mal so wirken.

Wie erwartet gab es keine Einwohnerfragen.


Bildungspartnerschaft des Berufskollegs Alsdorf mit Vogelsang IP – 2018/0312 (K)

Sensibilisierung für den Faschismus in der Region und dann auch noch mit einer App… da schlägt mein kleines Piratenherz einen Trommelwirbel. 😉

Ich habe im Vorfeld die App angespielt (aktuell noch zu laden über den Google Play Store). Großes Tennis! Schaut es Euch an.

Ich habe darauf hingewiesen, dass das Projekt einen prima Slot beim DED im November in Köln ergeben würde. Und auch das Euregionale Medienzentrum würde sich über einen Erfahrungsbericht freuen, damit auch andere Schulen davon profitieren können.

Schön wäre es darüber hinaus, wenn diese Art digitaler Medienbildung auch in anderen Bildungsbereichen stattfinden könnte. Für das nächste Projekt gibt es zunächst Überlegungen, die Geschichte einer Alsdorfer Familie im Dritten Reich zu dokumentieren. Ich bin gespannt.

Natürlich habe ich die Vorlage zustimmend zur Kenntnis genommen.


„Zusammen geht´s – Jugendliche Geflüchtete und ihre Situation in der StädteRegion Aachen“; Fördermaßnahme im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans NRW (KJFP) – Abschlussbericht – 2018/0331 (K)

Die Vorlage habe ich zustimmend zur Kenntnis genommen.

Und ich denke, dass man viele Punkte aus den Leitsätzen nicht nur zur Integration, sondern generell zur Inklusion von Menschen anwenden kann. Treue Leser meines Blogs wissen, wie ich Inklusion auffasse. 😉


Erinnerungs- und Gedenkkultur an Schulen; Antrag der CDU-Städteregionstagsfraktion und der GRÜNE-Städteregionstagsfraktion vom 05.09.2018 – 2018/0402 (B)

Ich habe den Beschluss mitgetragen.

Gerade in diesen Zeiten der politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen, in denen der Stammtisch enthemmt und ohne Scham seine menschenfeindlichen Parolen in die Parlamente und auf die Straßen rotzt, ist es wichtig, dass das entsprechende Bildungsangebot bestmöglich Verbreitung findet. Ich bin gespannt auf den Bericht der Verwaltung.


Lehrerausstattung an Grund- und Förderschulen – Antrag der CDU-Städteregionstagsfraktion und der GRÜNE-Städteregionstagsfraktion vom 05.09.2018 – 2018/0403 (B)

Dieser Antrag von CDU/Grüne lässt mich etwas ratlos zurück…

Die „Lehrerausstattung“ ist Ländersache. Da haben kommunale Träger kaum Optionen.

Es gab Wortmeldungen in Richtung „Marketing für die Region, damit mehr Lehrkräfte (auch aus dem grenznahen Belgien und den Niederlanden) hier arbeiten wollen“. Kann man machen, aber damit versucht man nur, die raren Lehrkräfte aus anderen Regionen  abzuziehen, um damit letztendlich den Lehrermangel nur in diese Regionen zu verschieben. Damit hätten wir einen Wettbewerb um die wenigen Köpfe. Toll. Nicht.

Es gäbe nach meinem Dafürhalten zwei wesentliche Optionen für kommunale Träger:

  • Schulklassengrößen nicht bis zum erlaubten Maximum auszureizen, sondern die Klassen kleiner planen und damit das Arbeitsklima für Lehrkräfte angenehmer zu gestalten. Dafür fehlen aber sowohl die Haushaltsbudgets (mehr Klassen bedeutet höhere Infrastrukturkosten) als auch immer noch die Lehrkräfte. Das Angebot würde erst in ein paar Jahren erfolgreich greifen, wenn die so für den Lehrerberuf interessierten Menschen ihre Ausbildung abgeschlossen haben.
  • Bessere Unterstützung im administrativen Bereich, so dass Lehrkräfte sich auf das konzentrieren können, wofür sie ausgebildet wurden: Kinder und Jugendliche zu unterrichten, und nicht Qualitätsmanagement- oder sonstigen Verwaltungspapierkram abzuarbeiten. Zu mehr Lehrkräften führt das aber eben auch nicht sofort…

Ich habe mal den Beschluss mitgetragen. Zum Sehen, was da wohl als Ergebnis kommen mag…


„Schultheatertage“ 2018 (Erfahrungsbericht) und „Rampenfieber“ – Junges Kulturfestival 2019/2020 (Ausblick) – 2018/0353 (B)

Meine Befürchtung für das neue Projekt „Rampenfieber“ war, dass die langjährig erfolgreichen Schultheatertage einem kurzlebig geförderten neuen Projekt Platz machen sollen.

Es sieht aber wohl so aus, dass „Rampenfieber“ durch das jetzt breiter aufgestellte Programm (Themen und Träger) ebenfalls auf lange Sicht angelegt ist.

Ich habe den Beschluss mitgetragen. Mal schauen, wie sich „Rampenfieber“ entwickeln wird.


Evaluation des neuen Verfahrens zur Besetzung von Schulleitungsstellen – 2018/0309 (B)

Es geht darum, bereits für das erste Vorstellungsgespräch von Bewerbern und Bewerberinnen für  (stv.) Schulleitungsstellen eine Kommission aus Mitgliedern des Schulausschusses zu besetzen, die dann einen Besetzungsvorschlag abgibt.

Die Vorlage spricht davon, dass Vertreter der Fraktionen im Schulausschuss für diese Kommission in Frage kommen. Nun sitze ich nicht für eine Fraktion, sondern „nur“ für die Gruppe Piraten/UFW im Schulausschuss, per Design bin ich also nicht betroffen. Ich hätte aber wohl eine Chance gehabt, ebenfalls in dieses Gremium zu kommen, wenn ich – wie ich es immer mache – höflich gefragt hätte. 😉

Aber im Nachhinein habe ich mir die Frage gestellt, was ich dort neben der Entscheidung der Bezirksregierung und der Schulkonferenz für oder gegen einen Bewerber als Mehrwert hätte beisteuern können? Ich bin kein Personaler. Ich würde aus dem Bauch heraus entscheiden oder nach Nase. Es wäre unwahrscheinlich, dass ich einen Bewerber, der der Schulkonferenz unsympathisch ist, ganz toll finde und er dann meinetwegen die Stelle bekommen würde.

Letztendlich muss ich nicht mit oder unter dem neuen Chef arbeiten, der eigentlich auch überhaupt keinen Grund hat, dass er sich mir gegenüber offenbart. Wäre das also zielführend? Ich denke nein.

Insofern kann ich damit leben, dass ich meine Nase ausnahmsweise mal nicht überall reinstecke… 😉

Den Beschluss habe ich so mitgetragen.


NÖ1: Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung der StädteRegion Aachen: Besetzung der Schulleitungsstelle (B)

Der Bewerber für die Schulleitungsstelle des BKWV stellte sich dem Ausschuss mit einer Präsentation vor.

Der Gesetzgebung entsprechend ist es aktuell völlig Banane, wie wir uns im Ausschuss entscheiden, da unser Beschluss keinerlei Folgen hat (siehe oben). Die Bewerber sind von Schulkonferenz und Bezirksregierung gesetzt. Wir können im Ausschuss maximal abnicken.

Ich habe der Beschlussvorlage zugestimmt.


Es gab keine Mitteilungen der Verwaltung.

Das war der städteregionale Schulausschuss vom 20.09.2018.

Anmerkungen bitte in die Kommentare.

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